Wärmepumpe im Altbau – geht das?


Wärmepumpen gelten häufig als ungeeignet für Altbauten. Dieses Vorurteil greift zu kurz; es kommt auf den Einzelfall und auf die Details an.

Wärmepumpen arbeiten am effizientesten bei niedrigen Vorlauftemperaturen und benötigen deshalb große Heizflächen, um ausreichend Wärme abgeben zu können. Fußboden-, Wand- oder Deckenheizungen sind dafür ideal, aber auch vorhandene Heizkörper sind nicht grundsätzlich ungeeignet. Der Austausch einzelner Heizkörper genügt manchmal, um die Voraussetzungen zu schaffen.

Je besser ein Gebäude gegen Wärmeverluste gedämmt ist, desto weniger Wärme muss erzeugt werden. Eine vollständige Dämmung der Gebäudehülle und Elimination aller Wärmebrücken ist aber nicht immer angemessen – wirtschaftliche und nicht zuletzt gestalterische und baukulturelle Aspekte spielen ebenfalls eine Rolle. In vielen Fällen genügt es, die oberste und unterste Geschossdecke zu dämmen, ergänzt etwa durch einzelne besonders verlustreiche Bauteile wie eine Nordwand. Eine sorgfältige Planung ist die Voraussetzung für eine funktionierende und wirtschaftliche Anlage.